Schon mit einigen wenigen SEO Kniffen lässt sich die Auffindbarkeit der eigenen WordPress Webseite deutlich verbessern. Nicht zuletzt deshalb, da WordPress bereits einige nützliche Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung „ab Werk“ bereithält. Die wichtigsten Grundeinstellungen und Tipps für Einsteiger haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.
„Google mag WordPress“. Diese Aussage dürften Sie unter Umständen auch schon einmal gehört haben. Ganz richtig ist das allerdings nicht. Der Suchmaschine ist es nämlich herzlich egal, welches Content Management sich hinter einer Webseite verbirgt. Ausschlaggebend für das Ranking sind hingegen technische und inhaltliche Faktoren. Völlig falsch ist diese Aussage somit aber auch nicht, denn WordPress erfüllt aus technischer Sicht bereits viele SEO-Grundvoraussetzungen. WordPress ist also tatsächlich deutlich suchmaschinenfreundlicher als so manch anderes CMS.
Inhaltsverzeichnis
WordPress SEO Tipps
Die nachfolgenden Tipps und Kniffe richten sich in erster Linie an Einsteiger und Neulinge, die WordPress unter Umständen gerade erst installiert haben und gleich zu Beginn keine groben Fehler begehen möchten. Aber auch Einsteiger, deren Webseite bereits seit einiger Zeit im World Wide Web verweilt, können mit Sicherheit noch etwas lernen.
1. Die Sichtbarkeits-Einstellung
Die Sichtbarkeits-Einstellung (vormals Privatsphäre-Einstellung) ist der Grundstein für alle folgenden Optimierungen. Ein falsch gesetzter Haken kann das gesamte Ranking der Webseite zunichtemachen. Auch wenn die Einstellung alles andere als kompliziert ist, sollte man diese stets überprüfen. Konkret regelt die Sichtbarkeits-Einstellungen, ob die Webseite von Suchmaschinen wie z.B. Google indexiert werden darf, oder nicht. Wurde die Einstellung falsch gesetzt, wird den Suchmaschinen sowohl über die robots.txt als auch über die Meta-Angaben die Indexierung verweigert. Im Backend unter Einstellungen -> Lesen sollte somit immer bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren.“ der Haken entfernt werden.
Übrigens: Sollte beispielsweise ein SEO Plugin im Einsatz sein, kann es vorkommen, dass die Webseite trotz falscher Sichtbarkeits-Einstellung indexiert wird. Oftmals funktioniert das aber auch nur deshalb, weil das SEO Plugin die Meta-Angaben zum Indexierungsverbot überschreibt. Auf die nicht zugelassene Indexierung wird aber dennoch in der robots.txt hingewiesen, womit keine einwandfreie Indexierung möglich ist. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Sichtbarkeits-Einstellung korrekt geregelt ist. Der erste Schritt für eine verbesserte Auffindbarkeit ist somit getan.
2. Die Permalinks
Eine „saubere“ URL-Struktur ist nicht nur für Google von Vorteil, sondern natürlich auch für den Webseiten-Besucher. Standardmäßig arbeitet WordPress mit nichtssagenden, kryptischen URLs. Im Backend unter Einstellungen -> Permalinks lässt sich das jedoch im Handumdrehen ändern. Mit nur wenigen Klicks wird aus domain.de/?p=34232 beispielsweise domain.de/leistungen. Sowohl Google als auch Nutzer können so auf den ersten Blick erahnen, was sich hinter der URL wohl verbergen mag. Bei der kryptischen „Schreibweise“ der URLs ist das nicht möglich.
Folgende Permalink-Strukturen gibt es:
- Standard (nicht zu empfehlen)
- Tag und Name
- Monat und Name
- Nummerisch
- Artikelname
- Benutzerdefinierte Struktur
Wir empfehlen grundsätzlich die Struktur „Artikelname“ zu wählen. Dabei besteht die URL ausschließlich aus dem Namen der Seite bzw. des Artikels. Die Standard-Einstellung ist aufgrund der kryptischen Darstellung wie bereits erwähnt nicht zu empfehlen, gleiches gilt für „Tag und Name“ oder „Monat und Name“. Die Strukturen mit Bezug auf ein Datum sind insofern ungeeignet, als dass bei der Überarbeitung eines Artikels die somit nicht mehr aktuelle Datumsangabe in der URL verbleibt. Außerdem gehen von dieser Struktur keinerlei Vorteile aus, weshalb man sich das getrost sparen kann.
3. Ein geeignetes SEO Plugin
Ebenfalls von großer Wichtigkeit ist der Einsatz eines geeignet SEO Plugins. Damit ist es möglich, Meta-Angaben einfach zu pflegen oder die Indexierung von einzelnen Seiten und Artikeln individuell zu steuern. Je nach Plugin gehören natürlich noch weitere, nützliche Features und Werkeuge zum Funktionsumfang. Die wohl erfolgreichsten und zugleich auch empfehlenswertesten Plugins für WordPress sind wpSEO.de und Yoast SEO. Beide Plugins sind für einen kleinen Betrag erhältlich, letztgenanntes steht sogar in einer Basis-Version kostenlos zur Verfügung.
4. Inhalt mit Mehrwert
Technisches SEO ist gerade in der heutigen Zeit ungeheuer wichtig. Mindestens ebenso wichtig sind jedoch auch die Inhalte. Content ist eben immer noch King. Gerade hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen. Da sich zu diesem Thema ein ebenso langer Artikel wie dieser hier verfassen liese, möchten wir an dieser Stelle nur einige wichtige Grundsätze mit auf den Weg geben.
- Der Inhalt der Webseite sollte stets informativ sein und Mehrwert bieten. Klingt logisch, oder? Warum sollte Google Ihre Webseite einer anderen bevorzugen, die ähnliche Informationen bereits zur Verfügung stellt?
- Der Inhalt sollte „multimedial“ aufbereitet sein. Textwüsten mag niemand, auch Google nicht. Listen, Bilder, Videos hingegen können Text aufbereiten — auch hierdurch kann natürlich ein Mehrwert geschaffen werden
- Rechtschreibung und Grammatik sind ebenso wichtig. Texte, die vor Fehlern nur so strotzen und sich holprig lesen lassen, empfindet auch Google für weniger vorteilhaft
- Zwischenüberschriften, Quellenangaben, Querverlinkungen und und und… Eine klare Stuktur in Inhalten werden Ihnen nicht nur Ihre Besucher danken